„Was ich will,
das kann ich!“

Projektverantwortung

Prof. Dr. Wolf- Andreas Liebert

Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz

Universitätsstraße 1
56070 Koblenz

Phone: 0261 287 2052
E-Mail: liebert@uni-koblenz.de

Projektleitung

Dipl.-Päd. Stephanie Justrie

Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz

Universitätsstraße 1
56070 Koblenz

Phone: 0261 287 1938
Fax: 0261 287 1942
E-Mail: justrie@uni-koblenz.de

Projektassistenz

Ikram Beneich

Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz

Universitätsstraße 1
56070 Koblenz

Phone: 0261 287 1939
Fax: 0261 287 1942
E-Mail: alp@uni-koblenz.de

Mentorinnen

Carolin

Studiengang: Bachelor of Education Realschule Mathematik & Wirtschaft

Mein Name ist: Laura

Mein Alter: 24 Jahre
Ich studiere: Mathematik, Biologie, Geographie für Gymnasien

Warum habe ich mich für mein Studium entschieden?

Die größte Motivation hatte ich schon immer für das Fach Biologie. Meine Kindheit auf dem Land und die direkte Nähe zum Wald, ließ in mir das Interesse für unsre Tiere, Pflanzen und Funktionen unserer Umwelt stetig wachsen. Mathematik hat meine Neugierde angesprochen und meine Geduld fühlte sich von ihr stets von neuem auf die Probe gestellt, ob mein Verstand jedes Mal wieder auf die Lösung kommt. Ich bin nur mit Jungs aufgewachsen und auch meine Eltern ließen mir alle Freiheiten. Egal wovon ich fasziniert war, sie unterstützten es immer und halfen mir diese Interessen weiter zu verfolgen. Die Motivation Geographie zu studieren, kam mir erst in den letzten Jahren. Im Studium der Biologie erfährt man viel über unsere lebendigen Teile der Welt, über Zellen, Tiere, Pflanzen, den Menschen und andere Organismen, doch die Entstehung der sie formenden Umstände, also Wetter, Landschaft… fehlt es ihr, darum entschloss ich mich Geographie hinzuzunehmen und die Verknüpfung zwischen allem besser zu verstehen.

Mit welchen Vorurteilen wurde ich konfrontiert?

Ich glaube jedes blonde Mädchen kennt die Sprüche, warum man bitte nicht blöd sei, man sei doch blond oder Witze darüber und auch die Sprüche, dass man bessere Noten von Lehrern / Professoren bekommt weil man halt eine Frau ist, hat man auch schon das ein oder andere Mal zu Ohren bekommen. Und noch heute ist die erste Aussage die ich zu hören bekommen, wenn ich sage ich studiere Mathematik, Biologie und Geographie ein: „Ach krass, echt, du?!“. Ja Ich! Und ich mach es echt gern und bin einfach ultra schlecht in den typischen „Mädchen-Fächern“ wie Deutsch oder Englisch oder…

Hat sich das Vorurteil bewahrheitet?

Auf keinen Fall, ich glaub fest daran, dass ich nicht blöd bin. Blond lässt sich nicht verleugnen, aber dazu habe ich auch schon seit Jahren keine Sprüche mehr gehört. Das Vorurteil mit der Bevorzugung die Notenvergabe betreffend kann ich in Mathe eher auf das Gegenteil hinweisen. Als Frau hat man es den Dozenten dort gegenüber eher schwerer als leichter.

Warum ich am Ada-Lovelace-Projekt teilnehme?

Weil es um euch geht, euch als noch unsichere, teilweise orientierungslose und noch motivierbare jungen Frauen. Von den Medien und der Gesellschaft bekommt man oft noch vorgelebt was sich für eine Frau als Beruf gehört, oder was sie für Möglichkeiten hat. Doch möglich kann man sich alles machen, nur der Mut dazu fehlt einem einfach zu oft, eben genau weil man vielleicht weiß aus welcher Richtung Widerstand kommen würde, wenn man Berufe ergreift wie Ingenieurin oder Technikerin oder Informatikerin oder…. Ich war froh in meiner Jugend Eltern und Freunde zu haben, die ebenso frei in ihrer Wahl waren wie ich und nichts verurteilt wurde, daher arbeite ich im Projekt mit um euch Einblicke in die unendlichen Perspektiven der Berufswelt zu geben und vielleicht euren Blickwinkel auf eure Zukunft zu erweitern.

Mein Name ist: Alexandra

Mein Alter: 26

Ich studiere: Biologie und Germanistik für das Lehramt an Gymnasien

Warum habe ich mich für mein Studium entschieden?

Für mein Studium habe ich mich entschieden, da es mir sehr viel Spaß macht mit Kindern und Jugendlichen zusammenzuarbeiten. Außerdem lagen meine Interessen schon immer im Bereich der Biologie, da ich mich sowohl für Tiere und Pflanzen, als auch für (chemischen) Vorgänge im eigenen Körper interessiere. Das Lesen verschiedener Bücher, das Schreiben von Aufsätzen sowie das Argumentieren haben mir während meiner Schulzeit ebenfalls stets Freude bereitet. Hinzu kommt, dass ich es spannend finde die Inhalte meiner beiden Fächer zu vermitteln und zu sehen, welche Erfolge die Schülerinnen und Schüler erreichen.

Mit welchen Vorurteilen wurde ich konfrontiert?

Mit Vorurteilen wurde ich vor und während meines Studiums glücklicherweise nicht konfrontiert. Sowohl meine Familie als auch meine Freunde haben sich nie negativ geäußert und mich während meines Studiums unterstützt.

Hat sich das Vorurteil bewahrheitet?

Warum ich am Ada-Lovelace-Projekt teilnehme?

Meiner Meinung nach ist das Ada-Lovelace-Projekt eine tolle Möglichkeit für Schülerinnen sich in einem entspannten Umfeld mit den verschiedenen MINT-Bereichen zu beschäftigen. Sie erhalten hier die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten in diesen Bereich zu erproben und ihre Stärken herauszufinden, ohne Druck und Vorurteile. Ich finde es außerdem sehr gut, dass zwischen den Schülerinnen und Mentorinnen kein strenges Lehrer-Schüler-Verhältnis herrscht, sondern vielmehr eine angenehme und offene Arbeitsatmosphäre. Die Entscheidung am Ada-Lovelace-Projekt teilzunehmen habe ich getroffen, um den Schülerinnen sowohl das spannende Fach Biologie ein Stück weit näher zu bringen, als auch ihre Begeisterung für andere MINT-Fächer zu wecken. Des Weiteren war bzw. ist es mein Anliegen, den Schülerinnen im Rahmen des Projektes eine Orientierungshilfe für ihre Zukunft zu geben. Von dem Ada-Lovelace-Projekt profitieren jedoch nicht nur die Schülerinnen, sondern auch Ich selbst als Lehramtsstudentin.

Mein Name ist: Lisa

Mein Alter: 24

Ich studiere: Grundschullehramt, Mathematik und Geographie

Warum habe ich mich für mein Studium entschieden?

Ich liebe die Arbeit mit Kindern und freue mich, meine Erfahrungen und mein Wissen an Kinder weitergeben zu dürfen. Meine Studienfächer Mathematik und Geographie waren für mich während meiner Schullaufbahn zunächst uninteressant. In Mathematik hatte ich sogar große Schwierigkeiten. Erst in der Oberstufe entdeckte ich durch sehr nette und kompetente Lehrer, dass das Fach Mathematik und andere MINT Fächer durchaus Spaß machen können. Meine Begeisterung für MINT möchte ich an Kinder weitergeben, deshalb habe ich mich dazu entschieden Lehramt mit den Fächern Mathematik und Geografie zu studieren. Auch nach drei Jahren erfolgreichen Studierens bereue ich diese Entscheidung nicht. Ich freue mich viel mehr darauf, nächstes Jahr endlich in der Schule arbeiten zu dürfen.

Mit welchen Vorurteilen wurde ich konfrontiert?

Viele Freunde und Bekannte konnten nicht verstehen, warum ich ausgerechnet Mathematik studieren möchte. Es sei ja so schwer, zwischen den vielen Männern gehe ich doch sicher unter.

Hat sich das Vorurteil bewahrheitet?

Das Mathematikstudium war sicherlich nicht leicht. Es gab Höhen und Tiefen, doch nach dem Motto „Was ich will, das kann ich“ habe ich es letztendlich gut meistern können. Das Fach studieren tatsächlich vorwiegend Männern. Dieses Vorurteil kann ich also nur bestätigen.

Warum ich am Ada-Lovelace-Projekt teilnehme?

Das ALP ist die richtige Anlaufstelle, um meine Begeisterung für MINT insbesondere an Mädchen weiterzugeben. Ich möchte ihnen zeigen, dass MINT nicht nur „Männersache“ ist. Es ist jedes Mal eine neue Herausforderung Mädchen für MINT Bereiche zu motivieren, der ich mich immer wieder gerne stelle. Die individuellen Erfolgserlebnisse der Mädels miterleben zu dürfen macht mir besonders viel Freude.

Mein Name ist: Fee

Mein Alter: 24 Jahre

Ich studiere: Geographie, Germanistik und Darstellendes Spiel auf Lehramt

Warum habe ich mich für mein Studium entschieden?

Weil schon in der Schule die Fächer Deutsch und Geographie meine Lieblingsfächer waren und mich in der Geographie Themen über die Entstehung der Erde und Mensch-Umwelt-Interaktionen interessieren.

Mit welchen Vorurteilen wurde ich konfrontiert?

In der Schule hatte ich Fächer wie Metall- oder Elektrotechnik, hier wurde mir oft an den Kopf geworfen, dass diese Bereiche nichts für Mädels seien.

Hat sich das Vorurteil bewahrheitet?

Nein, ich kann alle Mädels ermuntern -lernt das was euch Spaß macht und lasst euch von eurem Berufswunsch nicht abbringen. Ihr kennt euch selbst am besten, deshalb lasst euch nicht durch Vorurteile verunsichern. Es ist euer Leben – macht was daraus.

 Warum ich am Ada-Lovelace-Projekt teilnehme?

Weil ich Mädels für technische und naturwissenschaftliche Berufe begeistern möchte. Es ist sehr schade, dass sich so wenige Frauen für diese Arbeitsbereiche, welche sehr interessant, gefragt und gut bezahlt sind, interessieren.

Mein Name ist: Annika

Mein Alter:  24

Ich studiere: Lehramt (Mathematik und Biologie)

Warum habe ich mich für mein Studium entschieden?

Mir macht die Arbeit mit Kindern sehr viel Spaß. Es ist spannend zu sehen, wie interessiert Kinder an eine Thematik herangehen, wenn man sie gezielt dazu motiviert.

Mit welchen Vorurteilen wurde ich konfrontiert?

Wenn ich erwähne, dass eines meiner Studienfächer Mathematik ist, wird häufig die Nase gerümpft. Meist kommt danach die Frage, warum ich denn so ein Fach freiwillig studiere und ob es nicht sehr schwer sei.

Hat sich das Vorurteil bewahrheitet?

Oft erwarten die Menschen zunächst nicht von mir, dass ich Mathematik studiere. Nach dem ersten Erstaunen wird mir aber meist ein achtungsvoller Blick entgegen gebracht.

Warum ich am Ada-Lovelace-Projekt teilnehme?

Ich habe während meiner Schulzeit durch Zufall an einem Ferien-Workshop des Ada-Lovelace-Projekts teilgenommen. Wir haben dem Lego Roboter „Roberta“ verschiedene Befehle beigebracht. Während meines Studiums bekam ich eine Email, dass neue Mentorinnen für das Projekt gesucht werden. Ich erinnerte mich an meine eigene Schülererfahrung zurück und habe mich sofort beworben, da mir der Workshop damals so viel Spaß gemacht hatte und ich das Projekt nun gerne einmal aus der Mentorinnen-Perspektive kennen lernen wollte. Das tolle an dem Projekt ist, dass man bereits konzipierte Workshops leiten kann, man sich aber genauso gut frei entfalten und neue Ideen einbringen bzw. vollkommen neue Konzepte erarbeiten kann.

Mein Name ist: Nina

Mein Alter: 23 Jahre

Ich studiere: Geographie, Germanistik und Darstellendes Spiel auf Gymnasiallehramt

Warum habe ich mich für mein Studium entschieden?

Für mich war schon immer klar, dass ich später etwas mit Menschen machen möchte. Durch mehrere Praktika habe ich sehr schnell gemerkt, dass mir besonders die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen großen Spaß bereitet. Als angehende Lehrerin ist es, neben der Vermittlung von Wissen, eine tolle Herausforderung für mich, Kinder und Jugendliche für verschiedene Themen zu begeistern. Besonders das Fach Geographie sorgt mit seinen vielfältigen Facetten immer wieder für Faszination, denn es gibt immer etwas Neues zu entdecken.

Mit welchen Vorurteilen wurde ich konfrontiert?

Als Mädchen wird man im Alltag immer wieder mit Vorurteilen konfrontiert, vor allem wenn es um den naturwissenschaftlich-technischen Bereich geht, der in der Gesellschaft leider sehr stark den Männern zugeschrieben wird. Bei Tätigkeiten, die eher Männern zugeschrieben werden und als unweiblich gelten, bekommt man des Öfteren Sprüche wie „Du kannst das nicht. Lass das lieber einen Mann machen.“ zu hören. Das fängt ja schon bei Kleinigkeiten, wie zum Beispiel dem Reifenwechsel, an…

Hat sich das Vorurteil bewahrheitet?

Nein! Man darf sich nicht von den Vorurteilen beeinflussen und verunsichern lassen und sollte seinen Weg gehen. Nur weil wir Frauen sind, heißt das nicht, dass wir keine technischen Fähigkeiten haben. In vielen Mädchen und jungen Frauen steckt großes Potenzial, das aufgrund von Vorurteilen oftmals erst gar nicht entdeckt oder zugelassen wird.

Warum ich am Ada-Lovelace-Projekt teilnehme?

Ich möchte Mädchen und junge Frauen für MINT-Fächer begeistern und sie dazu ermutigen, das zu machen, was ihnen Spaß macht. Das Ada-Lovelace-Projekt ist einerseits eine tolle Möglichkeit, das Interesse an MINT überhaupt zu wecken und andererseits bietet das Projekt die Chance, bereits MINT-interessierte Mädchen und Frauen in ihren Interessen und Fähigkeiten zu bestärken und zu fördern. Eine Ausbildung oder ein Studium im MINT-Bereich eröffnet vor allem für Frauen große Türen, da sie in diesem Bereich immer noch stark unterpräsentiert sind.

Mein Name ist: Caterine

Mein Alter: 24

Ich studiere: Computervisualistik (MSc)

Warum habe ich mich für mein Studium entschieden?

Ich habe damals nach einem Studiengang mit den Inhalten Design und Gestaltung gesucht. Um in der Arbeitswelt die besten Chancen zu haben, sind Informatikkenntnisse aber von großem Vorteil!

Das Studium ermöglicht es mir, sowohl Kunstveranstaltungen, wie z.B. Kunstgeschichte und Zeichnen, zu belegen, als auch zahlreiche Kenntnisse in der Informatik zu erlangen.

Mit welchen Vorurteilen wurde ich konfrontiert?

Zum Glück bin ich bisher noch keinen Vorurteilen begegnet.

 Hat sich das Vorurteil bewahrheitet?

Warum ich am Ada-Lovelace-Projekt teilnehme?

Ich finde es toll, dass sich das Ada-Lovelace-Projekt dafür einsetzt, Schülerinnen die MINT-Fächer näher zu bringen und sie in ihrem Selbstvertrauen zu stärken. Das Ada-Lovelace-Projekt bietet mir als Mentorin außerdem viele Fortbildungsmöglichkeiten zu Themen, wie Kommunikation und Gendertrainings.

Mein Name ist: Katharina

Mein Alter: 24 Jahre

Ich studiere: Mathematik und Deutsch für das gymnasiale Lehramt

Warum habe ich mich für mein Studium entschieden?

Dass meine berufliche Laufbahn etwas mit Mathematik zu tun haben muss, wusste ich schon relativ früh. Das Lösen kniffliger Aufgaben und das Entdecken neuer Zusammenhänge im Bereich der Mathematik macht mir unheimlich viel Spaß. Zudem wurde mir auch schnell bewusst, dass ein Bürojob für mich nicht infrage kommt. Ich bin ein sehr geselliger Mensch, der den Kontakt zu Menschen braucht und zudem nicht gut lange Zeit ruhig sitzen kann. Da ich in der Schulzeit schon immer wieder Nachhilfeunterricht gegeben habe, war für mich dann schnell klar, dass ich als Lehrerin arbeiten möchte. Die Entscheidungen für das Lehramt an Gymnasien und für das Fach Deutsch traf ich dann erst nach meinem Abitur.

Mit welchen Vorurteilen wurde ich konfrontiert?

Bezüglich meines Studiums der Mathematik bin ich noch nie mit Vorurteilen konfrontiert worden. Seit ich beim Ada-Lovelace-Projekt arbeite, ist mir jedoch bewusst geworden, dass viele alltägliche Vorurteile da sind. So werde ich im Alltag oft mit Blicken der Irritation konfrontiert, wenn ich sage, dass ich mit einer Gruppe Mädchen löte oder werke. Es wird mir immer bewusster, dass meine Umwelt mir so etwas nicht zugetraut hat und umso stolzer macht es mich allen zu zeigen, wie gut auch ich diese Dinge kann.

Hat sich das Vorurteil bewahrheitet?

Ich kann genauso gut löten und werken, wie manch ein Mann. Es hat zwar etwas gedauert bis ich mir dessen sicher war, doch heute weiß ich, dass sich die Vorurteile bei mir nicht bewahrheitet haben. Ich glaube, meine Umwelt hat viel schneller erkannt, dass die Vorurteile mir gegenüber nicht zutreffen. Leider musste ich jedoch merken, wie stark diese in mir selbst und meinem Denken verankert waren. Erst nach einigen Monaten beim Ada-Lovelace-Projekt habe ich auch selbst erkannt, dass ich eine Frau bin und trotzdem löten, werken und programmieren kann und das sogar sehr gut! (Ähnliche Erkenntnisse habe ich mit 18 Jahren auch bezüglich des Autofahrens machen können.)

 Warum ich am Ada-Lovelace-Projekt teilnehme?

Zuerst wollte ich am Ada-Lovelace-Projekt teilnehmen, um dem mangelnden Kontakt mit Schülerinnen während meiner Studienzeit vorzubeugen. Schnell merkte ich jedoch, dass ich viel mehr aus der Arbeit als Mentorin ziehen kann als “nur“ das pädagogische Know-how. Ich habe durch diese Beschäftigung gemerkt, dass ich noch einige andere Fähigkeiten besitze, die ich vorher nicht kannte und mir auch nicht zutraute. Noch immer sehe ich das Ada-Lovelace-Projekt als eine gute Übung für meinen späteren Lehrberuf an, doch mittlerweile bedeutet es für mich auch die Aus- und Weiterbildung von Fähigkeiten, die mir im alltäglichen Leben weiterhelfen, mein eigenes Selbstbild verändert und mein Selbstbewusstsein gestärkt haben.

Mein Name ist: Svenja

Mein Alter: 25

Ich studiere: Computervisualistik

Warum habe ich mich für mein Studium entschieden?

Ich habe mich für mein Studium entschieden, da ich gerne mit dem Computer arbeite und immer schon an den Bereichen Mathematik und Informatik interessiert war. Besonders gut gefällt mir, dass man beim Programmieren immer unmittelbar Ergebnisse zu sehen bekommt und bei Problemen logisch vorgehen muss.

Mit welchen Vorurteilen wurde ich konfrontiert?

In der Schule gab es das Vorurteil, dass Mädchen kein Mathe können.

Hat sich das Vorurteil bewahrheitet?

Nein. Mathe ist mir sehr leicht gefallen.

Warum ich am Ada-Lovelace-Projekt teilnehme?

Weil ich sehr gerne mit Schülerinnen arbeite und meine Begeisterung für technische Inhalte weitergeben möchte. Außerdem sollen die Mädchen sehen, dass sie als Frauen keine Angst vor dem Informatikbereich haben müssen. Für mich ist das Projekt die perfekte Verbindung zwischen der Informatik und dem sozialen Bereich.

Mein Name ist: Vera

Mein Alter: 24

Ich studiere: Informationsmanagement im zweiten Master Semester

Warum habe ich mich für mein Studium entschieden?

Zunächst wusste ich überhaupt nicht, was ich studieren sollte oder gar möchte. Schließlich hatte ich mich sehr kurzfristig, für mein Studium entschieden (eine Woche vor Vorlesungsbeginn). Die Beschreibung des Studiengangs hatte mich sehr interessiert, da ich die Vielfalt zwischen der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, vollständig ausschöpfen konnte. Ein weiterer Pluspunkt war, hinsichtlich der kurzfristigen Entscheidung für das Studium, dass dieser keinen bestimmten NC verlangte. Bis heute habe ich meine damalige spontane Entscheidung nicht bereut.

Mit welchen Vorurteilen wurde ich konfrontiert?

An sich gab es keine Vorurteile, mit denen ich mich persönlich auseinandersetzen musste. In meinem Studiengang gibt es zwar eine überschaubare Anzahl an Frauen, im Grunde werden diese aber von männlichen Kommilitonen wertgeschätzt. .

Hat sich das Vorurteil bewahrheitet?

Nein.

Warum ich am Ada-Lovelace-Projekt teilnehme?

Für mich ist es sehr wichtig, dass Mädchen frühzeitig feststellen können, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Insbesondere in den MINT-Fächern, können diese oft nicht zeigen, was in ihnen steckt. Auch ich hätte gerne zur meiner Schulzeit ein solches Programm besucht, denn wahrscheinlich wäre mir dann sofort klar gewesen wohin meine Reise nach dem Abitur gehen könnte.

Es ist ein schönes Gefühl, eine Vorbildfigur für die Schülerinnen zu sein. Zudem fördere ich die Nachwuchskräfte von morgen, die ich in meinem Job später suche werde und kann dabei durch das Projekt helfen eine weibliche MINT-Generation aufzubauen.

Mein Name ist: Michelle Homburger

Mein Alter: 22 Jahre

Ich studiere: Geographie und Mathematik für Lehramt an Gymnasien

Warum habe ich mich für mein Studium entschieden? Schon in der Schule hat mich das Fach Mathematik sehr begeistert, denn das logische Denken und der Umgang mit Zahlen machte mir sehr viel Spaß. Als ich nach dem Abitur das Reisen begann, interessierte ich mich immer mehr für Geographie. Ich entschied mich schließlich für den Lehramtsberuf, weil hier beide Fächer bestens kombiniert werden können.

Mit welchen Vorurteilen wurde ich konfrontiert? In der Familie und auch zu Beginn des Studiums wurde ich kaum mit Vorurteilen konfrontiert. Wenn ich erzählte, dass ich Mathematik studiere kamen lediglich Fragen wie zum Beispiel „Traust du dir das zu?“ oder „Ist das nicht zu schwer?“ oder „Da sitzen doch bestimmt nur Jungs!“.

Hat sich das Vorurteil bewahrheitet? Auch wenn das Fach Mathematik anspruchsvoll ist und vor allem in den höheren Semestern die Anzahl der männlichen Teilnehmer überwiegt, macht das Studium Spaß und die Kommilitonen sind auch sehr hilfsbereit, wenn man mal nicht weiterkommt.

Warum ich am Ada-Lovelace-Projekt teilnehme? Mit der Teilnahme am Ada-Lovelace-Projekt möchte ich meine Begeisterung für MINT an jüngere Mädels weitergeben und vor allem die Mädels, die sich keine MINT-Fächer zutrauen, dazu motivieren sich trotzdem in MINT-Bereichen einfach mal zu testen.

Mein Name ist: Jessica

Mein Alter: 25 Jahre alt

Ich studiere: Grundschulbildung, mit den Fächern Deutsch und Biologie

Warum habe ich mich für mein Studium entschieden?

Ich wollte schon immer Grundschullehrerin werden. Deutsch bildet für den Beruf die Grundlage. Die Natur fasziniert mich immer wieder, sodass mir schnell klar war, Biologie als zweites Fach zu wählen. Biologie ist ein spannendes Fach mit vielen Facetten.

Mit welchen Vorurteilen wurde ich konfrontiert?

Im Studium in Biologie eigentlich keine. In der Schule war ich im Mathematik-Leistungskurs, da haben viele Mitschüler und Mitschülerinnen schon etwas erstaunt geschaut. Sie waren der Meinung, dass Mathe vorwiegend von Männern beherrscht wird. Auch im Studium waren viele erstaunt, dass ich in Mathematik (im Bereich der Grundschulbildung) gut bin.

Hat sich das Vorurteil bewahrheitet?

Nein. Was ich will, das kann ich!

Warum ich am Ada-Lovelace-Projekt teilnehme?

Viele Mädchen/junge Frauen wählen immer noch typische Frauenberufe. Mit der Arbeit als Mentorin möchte ich die Mädchen bestärken einen anderen Weg zu wählen und an sich zu glauben. Auch ich habe mit Grundschullehramt einen typischen Frauenberuf gewählt. Jedoch möchte ich später als Lehrkraft mit allen Kindern zusammen Werken, Löten, naturwissenschaftliche Phänomene entdecken, im Bereich der Informatik arbeiten und mathematische Rätsel lösen. Nur wenn ich in diesen Bereichen ausgebildet bin und mein Wissen lehrreich weitergeben kann, werden die Kinder diese Zusammenhänge verstehen. Dadurch werden die Mädchen bereits in der Grundschule im MINT-Bereich gefördert. Meine Arbeit als Mentorin konzentriert sich also zum einen auf junge Frauen, die bald studieren wollen und entwickelt zum anderen meine eigene Fähigkeiten für die Zukunft weiter.